Cargokult1: Neues Buch + Interview

Cargokult1: Neues Buch + Interview
16. September 2015 Hitzerot

Cargokult1: Neues Buch + Interview

In den letzten Jahren kamen viele Druckwerke zum Thema Freights raus. Den Großteil schaut man sich einmal an und verstaut ihn dann im Regal. Bei dem Buch war das anders. Als wir Cargokult1 zum ersten Mal in den Händen hielten, spürten wir gleich diese Liebe zum Detail. Ein mit Siebdruck veredeltes Cover, schlichtes Layout und nicht zuletzt die Auswahl der Fotos. Interessante Perspektiven und eine sehr gute Mischung zwischen Graffiti- und Umfeldfotos. Nichts wirkt willkürlich, sondern alles gut durchdacht bis zur letzen Seite.

Cargokult1 passt perfekt in die Philosophie von Hitzerot, daher setzten wir uns kurzer Hand mit den Machern in Verbindung. Und ab heute ist es soweit: Als zweites Buch können wir euch Cargokult1 in unserem Hitzerot Shop anbieten.

Um euch das Buch noch ein bisschen näher zu bringen, haben wir uns mit den Machern in Berlin getroffen und ihnen ein paar Fragen zu ihrem aktuellen Projekt gestellt.


Hallo Cargokult, erst mal zu euch:

Woher kommt ihr, wer seid ihr und wie ist eure Verbindung zum Thema Güterzug?

Wien. Wir sind ein Kollektiv aus Freunden, das sich seit 15 Jahren mit Stadtergründung und -gestaltung auseinandersetzt.
Wobei Güterzüge in unseren Fokus gerückt sind, da uns ihre plumpe und rohe Ästhetik fasziniert.
Spannend finden wir auch die Internationalität und Nachhaltigkeit, sowie die Tatsache, dass dieses Spektrum in unserer Region kaum bespielt war.


Nun zu eurem Buch:

Die Fakten. Name? Seiten? Größe? Druckart? Und was euch noch so einfällt.

Name: Cargokult1
Umfang: 100 Seiten
Größe: 16,5 cm x 22,5 cm
Gewicht: 280 g
Druckart: Offset / Siebdruck
Auflage: 450 Stk
Verlag: Eigenverlag


Ihr habt den Umschlag erst gedruckt und dann den eigentlichen Schriftzug nachträglich per Siebdruck aufgebracht. Viele hätten den Schriftzug einfach gleich mitgedruckt. Warum habt ihr euch, trotz des immensen Mehraufwandes, bewusst dafür entschieden?

Der Druck sollte sich haptisch von der Oberfläche unterscheiden, außerdem stehen wir auf Handarbeit. Deswegen war es ein Mehraufwand, den wir nie in Frage gestellt haben.

Könnt ihr was zu dem Papier erzählen?

Munken Polar ist ein ungestrichenes, raues Papier, welches eine gröbere Oberflächenbeschaffenheit als herkömmliches mattes Papier aufweist. Da wir die Oberfläche eines Güterzuges nachempfinden wollten, haben wir uns für die teurere Variante entschieden. Ein edles Papier, das sich gut anfühlt. Außerdem sind wir keine Fans von Hochglanzdrucken, da sie nicht das wiedergeben, was wir erleben, sehen und festhalten möchten.


Uns ist besonders die gute Fotosauswahl aufgefallen. Wie seid ihr hier rangegangen? Fotografiert ihr selber? Hattet ihr einen großen Fotopool zur Verfügung?

Die Fotos sind zu 90 Prozent von uns geschossen und in den letzten Jahren entstanden. Den Rest haben uns Freunde und Bekannte zur Verfügung gestellt.


Hat euch der Aufwand bis zum fertigen Cargokult1 eher abgeschreckt oder habt ihr vor noch weitere Projekte dieser Art anzugehen? 

Im Prozess sind natürlich Hürden auf uns zugekommen, die wir nicht bedacht haben. Trotzdem sind wir sehr zufrieden und motiviert weitere Ausgaben zu produzieren. Der nächste Güterzug mit fresher Ladung kommt bestimmt. Güter auf die Schiene!

Vielen Dank für die interessanten Antworten!
Weitere Fotos von Cargokult1 gibt es im Hitzerot Shop zu sehen.

Mehr zum Cargokult-Kollektiv erfahrt ihr auf ihrem Blog, sowie auf Tumblr.